Bei einem Naßsystem, d.h. einem Fußbodenheizungssystem bei dem die Rohre vom Estrich fast vollflächig umschlossen werden, erfolgt die Wärmeabgabe über den Rohrumfang an den Estrich. Bei einem Trockensystem liegen die Heizrohre innerhalb der Dämmlage. In aller Regel werden bei diese Systemen Wärmeleitbleche aus Stahl oder Aluminium eingesetzt. Beim JOCO KlimaBoden TOP 2000 werden seit Beginn Aluminium-Wärmeleitbleche verwendet. Diese spielen hier ihre besondere Stärke aus – den schnellen Wärmetransport. Das Rohr gibt seine Wärme zuerst an das Wärmeleitblech ab und dann über eine deutlich vergrößerte Fläche an die Trag-/ Estrichschicht. Folglich betrifft die Unterscheidung „Naß – Trocken“ nicht die Frage ob die Lastverteilschicht (bzw. der Estrich) ein Naßestrich oder Trockenestrich ist, sondern ob die Heizungsrohre im „nassen“ Estrich liegen oder in einer trockenen Dämmschicht.
 
Die DIN 18560-2 unterscheidet Fußbodenheizungssysteme in verschiedene Bauarten. Das klassische Naßsystem ist die Bauart A. Die Bauart B ist das typische Trockensystem, bei dem die Fußbodenheizungsrohre in der Dämmschicht liegen und durch eine Trennlage vor dem Estrich geschützt sind und sich somit in aller Regel frei ausdehen können.
 
Ein wichtiger Punkt, der ebenfalls in der DIN 18560-2 geregelt ist, ist die Estrichdicke und die damit verbundene Rohrüberdeckung. So wird in dieser Norm klar definiert, welcher Estrich, in welcher Güte, mit welcher Rohrüberdeckung eingebaut werden muß. So darf z.B. ein Calcumsulfat-Fließestrich (CAF-F4) unter Stein- und keramischen Belägen eine Mindestnenndicke von 40 mm nicht unterschreiten. Daraus ergibt sich in der Folge ein wichtger Vorteil des Trockensystems. Weniger Estrichmasse insgesamt, dadurch schnellere Reaktionszeit und während der Bauphase wird rund ein Drittel weniger Wasser in das Bauwerk gepumpt. Dieses Wasser muß dann nicht mühsam aus dem Bauwerk wieder herausgetrocknet werden.
 Bauarten von Heizestrichen DIN 18560-2

 x = Mindestrohrüberdeckung, darf nicht unterschritten werden!